Was ist eigentlich Bridge?In den letzten Wochen war ich zwei Mal…

Was ist eigentlich Bridge?

In den letzten Wochen war ich zwei Mal mit meiner Oma beim Bridge. Sie betreibt dieses Hobby seit vielen Jahren und ich wusste zwar, dass sie zwei bis drei Mal pro Woche mehrere Stunden spielt, aber ich konnte mir nicht so recht vorstellen, wie das im Detail abläuft. Deshalb habe ich sie begleitet und mir das genauer angeschaut. Außerdem habe ich die Gelegenheit genutzt, meine Kameras mitzunehmen und ein bisschen zu dokumentieren. Es gab 8 Vierer-Tische und es wurde über drei Stunden gespielt. Ich habe auch viele schöne Portraits der SpielerInnen gemacht, habe aber leider keine Freigaben der Leute eingeholt, deshalb zeige ich nur eine kleine Auswahl Fotos.


Bridge ist ein Kartenspiel für vier Personen. Je zwei sich gegenübersitzende Spieler bilden ein Team (Partnerschaft), das zusammen spielt und gewertet wird. Es werden französische Karten (52 Blatt, ohne Joker) verwendet.

Bridge ist ein faszinierendes Spiel. Jede Runde dauert nur ca. 5-10 Minuten, aber in dieser Zeit passiert viel – man versucht, die Karten des Partners herauszufinden und dann tritt man in einen Bieterwettstreit, wer die meisten Stiche macht. Anschließend muss man versuchen, die versprochene Anzahl Stiche zu machen. Dabei gibt es eine spannende Gruppendynamik und es ist nicht nur wichtig, die Spielregeln zu kennen, sondern auch die Partnerin oder den Partner. Die Absprache untereinander – in Form von Karten, die man als Hinweise legt – ist häufig entscheidend über den Erfolg.

Bridge ist ein Sport*. Es wird in Turnieren gespielt, wobei man den Einfluss von Kartenglück reduziert, indem die gleiche Verteilung von Karten nacheinander an verschiedenen Tischen von allen Teams gespielt wird. Sieger des Turniers wird das Team, das im Vergleich aller Verteilungen zusammengenommen am erfolgreichsten gespielt hat.

Bridge ist für alle geeignet, die Lust haben sich auf ein strategisches Spiel einzulassen, das außerdem eine große soziale Komponente hat, und nebenbei die mentale Fitness verbessert.

Bridge ist komplex. Die grundlegenden Abläufe kann man zwar relativ schnell verstehen, doch es gibt eine große Menge Konventionen, die beide SpielerInnen einer Partnerschaft kennen sollten, weil sie z.B. Informationen über die Verteilung des eigenen Blattes geben, oder man teilt wortlos durch die gespielten Karten mit, wie man gern spielen möchte, damit die Partnerin entsprechend passend spielt. Klingt umständlich, heißt aber in der Praxis: je mehr solcher Konventionen man als Partnerschaft gemeinsam drauf hat, desto besser. Dass die Gegner das Ganze mit “lesen”, macht es noch schwieriger. Beispiel für eine Konvention: Landy.

* Ist Bridge wirklich ein Sport? „Im Jahr 1998 wurde Bridge vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell als Sportart anerkannt, allerdings nicht als Olympische Disziplin. 2017 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass Bridge steuerlich gesehen kein Sport ist.“ – aber wenn man mal dabei war, erkennt man den sportlichen Aspekt dahinter.

Mehr Infos findet ihr bei der World Bridge Federation.

via Tumblr https://ift.tt/2IZ1kgV

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