Die besten 10 aus über 80 Büchern

Bisher habe ich in meinem Lesetagebu.ch 85 Bücher eingetragen, die ich etwa in den letzten 5 Jahren gelesen habe. Aus diesen habe ich in den letzten Wochen die besten ausgewählt, die ich weiterempfehle, falls mich mal jemand fragen sollte.

Bei jedem Eintrag im Lesetagebuch habe ich eine Sternebewertung abgegeben (1-5), aber leider selten etwas kommentiert. Rezensionen waren bisher nicht mein Ding – das dachte ich zumindest immer. Es könnte aber auch daran liegen, dass ich nie versucht habe, selbst eine zu schreiben und auch selten Rezensionen lese. Eventuell klingen meine Beschreibungen dieser Bücher also etwas holprig oder ungewöhnlich, aber ich will mich auch mal an neue Bereiche heran wagen.

1. Haruki Murakami – 1Q84 (Band 1-3)

Meine ersten drei Einträge im Lesetagebu.ch landen direkt in der Auswahl. Ich hatte damals den ersten Band kostenlos als Kindle-Version bekommen, fing völlig ohne eine bestimmte Erwartung damit an, und erst nach einer ganzen Weile wurde mir klar, was für ein dickes Buch ich da gerade lese, als der Fortschrittsbalken sich nur sehr langsam bewegte. Aber es war fesselnd und überraschend und etwas abgefahren. Am Ende kaufte ich den zweiten Band direkt von unterwegs im Kindle, um gleich weiter lesen zu können. Inzwischen habe ich noch ein paar weitere Bücher von Murakami gelesen und hatte diese Romane auch irgendwann etwas über, aber wenn man noch nichts von ihm gelesen hat, würde ich direkt mit der 1Q84 Reihe starten. — “1Q84″ bei Amazon*

2. Khaled Hosseini – And the Mountains Echoed

Eine schöne/spannende/interessante/traurige Geschichte, die teilweise in Afghanistan, Frankreich, Griechenland und USA spielt. In jedem Kapitel wird aus Sicht einer anderen Person erzählt, mit größeren Zeitsprüngen und alles greift irgendwie ineinander. Dieses Buch habe ich immer gedanklich parat, wenn jemand nach einer Empfehlung für eine Urlaubslektüre fragt. Ich finde es einfach richtig gut. Ob man es auf Deutsch oder Englisch liest spielt wahrscheinlich keine große Rolle, ich hab es auf Englisch gelesen und werde wahrscheinlich die deutschen Version, die „Drachenläufer“ heißt, auch noch irgendwann lesen. — “And the Mountains Echoed” bei Amazon*

3. Greg McKeown – Essentialism

Bestes Buch, wenn es darum geht wie man einfacher leben und sich auf die wichtigen, essentiellen Dinge im Leben konzentrieren möchte. Mir ist der Ansatz, herauszufinden was die essentiellen Dinge sind, fast lieber als der des Minimalismus, bei dem es vom Prinzip her erstmal darum geht, was man alles weglassen möchte. Weil der Sinn des Weglassens am Ende ja auch das Fokussieren auf die wichtigen Dinge ist. Ich habe das einmal gelesen und einmal als Hörbuch gehört. Inzwischen habe ich das Hörbuch nochmal angefangen weil es thematisch schon wieder so gut passt. — “Essentialism” bei Amazon*

4. Dale Carnegie – Wie man Freunde gewinnt

Okay, gerade eben dachte ich, *ein* Buch zum Thema „Selbsthilfe“ und Lebensgestaltung reicht, aber das hier ist halt schon der Klassiker in dem Bereich. Es enthält ein paar gute Hinweise und Reminder, allerdings nervt der Schreibstil mit seinen unzähligen Beispielen doch etwas, und dazu kommt natürlich, dass diese Beispiele wahnsinnig angestaubt sind – gerade was Geschlechterrollen betrifft. Wenn man sich darüber nicht zu sehr aufregt kann man doch einiges für’s eigene Leben mitnehmen. — “Wie man Freunde gewinnt” bei Amazon*

5. Andy Weir – The Martian

Ich weiß noch wie ich das im Sommer gelesen habe, da lag ich einmal auf einer Wiese an einem See und war gedanklich auf dem Mars. Die Geschichte ist spannend und die Vorstellung, dort oben völlig auf sich selbst gestellt zurückgelassen zu werden, hat mir trotz sommerlicher Hitze Gänsehaut gemacht. Ich muss aber gestehen, dass ich bei den sehr technischen Beschreibungen auf Englisch nicht immer 100 % wusste, was das auf Deutsch ist, aber es ging. Dennoch war es ganz cool, den Film dann irgendwann noch im Kino zu sehen. — “The Martian” oder “Der Marsianer” bei Amazon*

6. George Orwell – 1984

Ich denke hier kann man ohne zu übertreiben sagen, dass man dieses Buch mal gelesen haben sollte. Immerhin wird der Roman immer dann zitiert, wenn es um Überwachungsmaßnahmen und die damit verbundene Einschränkung der Freiheit geht. Zudem ist er aber auch spannend und regt zum nachdenken an. — “1984″ bei Amazon*

7. Paulo Coelho – Veronika beschließt zu sterben

Neben „Der Alchemist“ ein weiteres Buch von Paulo Coelho, das ich empfehlen würde. Es ist nicht besonders spannend aber doch fesselnd, traurig aber doch lebensbejahend und irgendwie schön. Es ist kein Buch, was man einfach jederzeit jedem empfehlen kann (im Gegensatz zu Buch Nr.2 dieser Liste), aber für manche Leute kann es genau das richtige sein. — “Veronika beschließt zu sterben” bei Amazon*

8. Milan Kundera – Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Schon vor dem Lesen hat mich dieses Buch angesprochen, denn sowohl der Titel als auch die Gestaltung des Covers ist so simpel und schön. Es geht einerseits um eine Liebesgeschichte, enthält aber auch philosophische Ansichten und behandelt Themen wie Widerstand in repressiven Regimes und das Leben an sich. Den Film habe ich nicht gesehen, der soll auch sehr gut sein. — “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins” bei Amazon*

9. Carolin Emcke – Gegen den Hass

Ein Buch, so wahr und so treffend, dass man es am Liebsten zur Pflichtlektüre machen würde. Man wünscht sich, dass nicht nur die eigenen Bekannten und FreundInnen es lesen, sondern vor allem all diejenigen, die der Meinung sind, dass all die „Besorgten Bürger“ tatsächlich einfach nur Sorge und Angst hätten. Carolin Emcke widerlegt unter anderem diese Annahme einfach so präzise, dass man beim Lesen ständig den Impuls hat, Seiten abzufotografieren und Leuten zu schicken, um sich darüber auszutauschen. Mein Tipp daher: bestellt es einfach direkt mehrfach und schenkt es ungefähr an alle, die ihr kennt. — “Gegen den Hass” bei Amazon*

10. Rafik Schami – Eine Hand voller Sterne

Dieses Buch habe ich im Dezember von einem Kollegen als Wichtelgeschenk bekommen. Ich habe es sofort in kurzer Zeit gelesen und bin immer noch sehr froh über dieses Geschenk, da es sich nicht nur auf entspannte Art fesselnd liest, poetisch, traurig und schön ist, sondern vor allem weil es mir eine neue Perspektive auf Syrien gegeben hat. Es geht um einen Bäckerjungen in Damaskus, der zum Journalisten wird. Es geht um Freundschaft, Liebe und Alltag, aber auch um Armut und politische Verfolgung. Auch dieses Buch könnt ihr gleich mehrfach kaufen und quasi jedem schenken. — “Eine Hand voller Sterne” bei Amazon*


Bonusmaterial

Ich möchte mich in diesem Beitrag zwar auf 10 Bücher beschränken und jede/n Autor/in nur einmal aufnehmen, aber diese Bücher sind es aber genauso wert, erwähnt zu werden:

Chimamanda Ngozi Adichie – We should all be feminists
Hermann Hesse – der Steppenwolf
Francesc Miralles – Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen
Robert Seethaler – ein ganzes Leben
George Orwell – Farm der Tiere
John Corey Whaley – Where Things Come Back
Carolin Emcke – Wie wir begehren
Elena Ferrante – Meine geniale Freundin
Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen
Daniel Kahneman – Schnelles Denken, Langsames Denken


*Amazon Affiliate Link. Wenn ihr darüber etwas kauft, bekomme ich von Amazon ein paar Cent. Für euch bleibt der Preis dabei gleich. Wenn ich 25 Euro voll habe, kaufe ich mir davon neue Bücher 🙂

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